Krebsfälle in Ägypten sinken um 17,2 Prozent
Von Nofretete Veröffentlicht am
2026/07/21 15:04
Juni. 21, 2026
Der ägyptische Minister für Gesundheit und Bevölkerung, Dr. Khaled Abdel Ghaffar, hat einen deutlichen Fortschritt bei der Verringerung der Krebsbelastung im Land bekannt gegeben. Dabei verwies er auf die neuesten Daten des Globocan-Krebsobservatoriums der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Nach Angaben des Ministers ist die altersstandardisierte Rate der Krebstodesfälle in Ägypten um 23,5 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig sank die altersstandardisierte Rate der Krebsneuerkrankungen um 17,2 Prozent. Die Vergleichsdaten beziehen sich auf Schätzungen für die Jahre 2022 und 2024.
Abdel Ghaffar führte diesen deutlichen Rückgang vor allem auf die stark gesunkenen Raten bei Leberkrebs zurück. Demnach gingen die Todesfälle durch Leberkrebs um 22,1 Prozent und die Neuerkrankungen um 16,7 Prozent zurück.
Der Minister bezeichnete diese Entwicklung als direktes Ergebnis der staatlichen Initiative „100 Millionen Gesundheit“, die entscheidend zur Bekämpfung des Hepatitis-C-Virus (HCV) beigetragen habe. Das Virus galt über Jahrzehnte als eine der wichtigsten Ursachen für Leberkrebserkrankungen in Ägypten.
Abdel Ghaffar erklärte, dass die Beseitigung beziehungsweise Eindämmung historischer Ursachen von Krebserkrankungen – insbesondere Hepatitis C sowie Bilharziose, die mit einem Rückgang von Blasenkrebs verbunden sei – die Krebslandschaft des Landes verändert habe.
Gegenwärtig steht Brustkrebs an der Spitze der häufigsten Krebserkrankungen in Ägypten. Deshalb habe das Gesundheitsministerium seine Strategie neu ausgerichtet und die Programme zur Früherkennung von Brustkrebs in den verschiedenen Provinzen weiter verstärkt.
Der Gesundheitsminister betonte abschließend, dass diese Ergebnisse den Erfolg strategischer Investitionen in die Präventivmedizin und staatliche Gesundheitsprogramme widerspiegelten. Zugleich bekräftigte er das Engagement des Ministeriums für den Ausbau des nationalen Krebsregisters und die Stärkung von Früherkennungsprogrammen, um diese positiven Entwicklungen nachhaltig zu sichern.
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