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Weniger Zuwanderung nach Deutschland: Deutlicher Rückgang im Jahr 2025


Von ARD-aktuell Veröffentlicht am 2026/07/08 14:43
Weniger Zuwanderung nach Deutschland: Deutlicher Rückgang im Jahr 2025
Juni. 08, 2026
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Die Zuwanderung nach Deutschland ist im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes kamen wesentlich weniger Menschen in die Bundesrepublik als im Vorjahr. Ein wichtiger Grund dafür ist der Rückgang der Zahl von Asylsuchenden aus Ländern wie Syrien und Afghanistan. Auch aus anderen EU-Staaten wanderten weniger Menschen nach Deutschland ein.

Im Jahr 2025 zogen insgesamt rund 1,48 Millionen Menschen nach Deutschland. Damit lag die Zahl der Zuzüge etwa 13 Prozent niedriger als im Jahr zuvor. Gleichzeitig sank die Zahl der Menschen, die Deutschland verließen, leicht auf rund 1,25 Millionen.

Die sogenannte Nettozuwanderung – also die Differenz zwischen Einwanderung und Auswanderung – betrug 2025 etwa 235.000 Menschen. Das entspricht einem Rückgang von rund 45 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2024 hatte die Nettozuwanderung noch bei etwa 430.000 Menschen gelegen. Zum Vergleich: Im Jahr 2022 wurde mit rund 1,46 Millionen Menschen ein historischer Höchststand erreicht.

Weniger Asylsuchende aus wichtigen Herkunftsländern

Nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes hängt der Rückgang der Zuwanderung vor allem damit zusammen, dass weniger Menschen aus den wichtigsten Herkunftsländern von Asylsuchenden nach Deutschland kamen.

Die Nettozuwanderung aus Syrien ging demnach um 67 Prozent zurück, aus Afghanistan um 41 Prozent. Auch bei der Zuwanderung aus der Ukraine wurde ein Rückgang von 21 Prozent festgestellt.

Darüber hinaus kamen weniger Menschen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union nach Deutschland. Gleichzeitig verließen mehr Deutsche das Land, als zurückkehrten. Rund 97.000 deutsche Staatsbürger wanderten netto aus. Im Vorjahr lag dieser Wert noch bei etwa 81.000 Menschen.

Die beliebtesten Zielländer deutscher Auswanderer waren laut Statistik die Schweiz mit rund 23.000 Fortzügen, Österreich mit 14.000 und Spanien mit 10.000.

Unterschiedliche Entwicklungen innerhalb Deutschlands

Bei den Umzügen innerhalb Deutschlands blieb die Zahl der Wechsel zwischen den Bundesländern nahezu stabil. Insgesamt wurden rund 996.000 innerdeutsche Wanderungen registriert – etwa 8.000 weniger als im Vorjahr.

Den größten Zuwachs verzeichnete Brandenburg mit einem Plus von rund 9.000 Menschen. Dahinter folgten Bayern und Schleswig-Holstein mit jeweils etwa 8.000 zusätzlichen Einwohnern.

Berlin bildete dagegen das Schlusslicht: Rund 12.000 Menschen mehr verließen die Hauptstadt, als dorthin zogen. Auch Thüringen und Nordrhein-Westfalen verzeichneten Bevölkerungsverluste durch Binnenwanderung.

Deutschlands Migration im Wandel

Die aktuellen Zahlen zeigen eine deutliche Veränderung der deutschen Migrationslandschaft. Nach den außergewöhnlich hohen Zuwanderungszahlen der vergangenen Jahre – insbesondere infolge des Krieges in der Ukraine – bewegt sich die Migration nun wieder auf einem deutlich niedrigeren Niveau.

Gleichzeitig bleibt Deutschland weiterhin auf Zuwanderung angewiesen, insbesondere angesichts des Fachkräftemangels und der alternden Bevölkerung. Die Herausforderung besteht darin, die Balance zwischen humanitärem Schutz, wirtschaftlichem Bedarf und gesellschaftlicher Integration zu finden.

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